Nusa Lembongan Teil 3: Ganz im Zeichen des Wassers

Zwei volle Tage auf Lembongan hatten wir noch vor uns. Nach der Rolleraction gestern war heute ein bisschen Erholung angesagt. Also ausschlafen, in Ruhe frühstücken – und danach ein bisschen über die Insel laufen. Wer wie wir an der Mushroom Bay wohnt, hat ein paar Läden direkt vor der Haustür. Man kann sich hier wunderbar ein wenig die Zeit vertreiben und, sofern Bedarf besteht (den hatten wir) oder Platz im Rucksack oder Koffer ist (den hatten wir weniger), ein wenig shoppen. Wer auf Souvenirs aus ist kommt übrigens um die „Holy Crab“ nicht herum. Der Laden sieht nicht nur cool aus, sondern verkauft auch coole Klamotten und Souvenirs – und steht sogar in manchen Reiseführern.

La Niña klopft an

Da heute das Mittagessen ausfiel, kam der Abendessenhunger ziemlich zeitig und wir saßen schon gegen 16 Uhr in der Sanghyang Bay Bar, dem ersten Restaurant an der Straße zum Mushroom Bay Beach. Das Wetter war den ganzen Tag über schon anders als die Tage zuvor: statt blauem Himmel war es heute eher grau und es zog sich immer weiter zu. Während wir auf unser Essen warteten, wurden schon eilig Tische und Stühle weggeräumt, die nicht überdacht waren. Und dann ging es los. Erst war es nur ein Tröpfeln, dann leichter Regen. Wir mussten zweimal den Tisch wechseln, weil der Wind uns (und unseren Nudeln) eine kalte Dusche verpasste. Und dann brach es plötzlich richtig über uns herein. Man sah nur noch eine Wand aus Wasser und hörte lautes Rauschen. Immer mehr Leute kamen ins Restaurant gerannt, um sich notdürftig unterzustellen. Wir – die fast einzigen „echten“ Gäste – durften in den Mitarbeiterbereich des Restaurants ziehen, der am besten wasser- und windgeschützt war. Von dort aus konnten (oder mussten) wir dann auch beobachten, wie verschiedene Mitarbeiter irgendwie versucht haben, Wasser aus der Küche zu wischen, die sich auch langsam aber sicher mit Wasser füllte. Der Strom wurde sicherheitshalber auch abgeschaltet. Nach einer Stunde war das Schlimmste überstanden und nach und nach wurde das Restaurant leerer und Tische und Stühle wurden wieder aufgebaut. Wir haben die Chance genutzt und sind schnell in unsere Unterkunft gelaufen. Nach unserer nassen Erfahrung auf der Khaosan Road in Bangkok war das unsere zweite Begegnung mit dem, was in der Regenzeit in dieser Region wohl ziemlich häufig passiert. Und es war auch nicht die letzte Begegnung mit La Niña während dieser Reise…

Schnorcheln auf Nusa Lembongan

Für den letzten Tag auf Lembongan haben wir einen Schnorchelausflug gebucht. Geschnorchelt sind wir ja schon am Virgin Beach bei Candi Dasa und wir waren da schon beeindruckt von der Unterwasserwelt. Und da wir oft gehört und gelesen haben, dass man auf Lembongan super schnorcheln kann, wollten wir das hier auf jeden Fall mal in etwas professionellerer Art und Weise ausprobieren. Dazu haben wir ein Ausflugspaket bei LembonganTrip gebucht. Transport vom und zum Hotel waren inklusive, was für uns sehr praktisch war, da der Ausflug ganz im Norden von Lembongan in den Mangrovenwäldern gestartet ist. Von dort sind wir zunächst zur „Manta Bay“ gefahren, einem Spot an der südlichen Spitze von Nusa Penida, zu dem sich hin und wieder Mantarochen verirren sollen. Wir haben hier leider keine gesehen und haben den Spot dann eher genutzt, um ein bisschen rumzuschwimmen und sich mit dem Equipment vertraut zu machen (wir jedenfalls, andere waren schon deutlich schnorchelerfahrener). Aber auch hier hat man schon einiges unter der Wasseroberfläche entdecken können. Der zweite Spot war eine Steilklippe am westlichen Ende Nusa Penidas. Hier haben wir wirklich viele Fische, Korallen und Pflanzen gesehen. Durch die leichte Strömung konnte man sich einfach durch das Wasser treiben lassen, bis einen das Ausflugsboot wieder aufgegabelt hat. Der dritte Spot war in den Mangrovenwäldern selbst. Auch hier konnte man sich durch eine leichte Strömung fortbewegen lassen und hatte nochmal die Chance, viele Korallen und Pflanzen sehen zu können. Leider waren hier die Korallen stark von der Korallenbleiche betroffen. Hier hat sich besonders gezeigt, was der Tourismus mit der Natur anrichten kann. Insgesamt hat uns die Tour aber großen Spaß gemacht. Die Ausrüstung war gut, die Guides nett und die angefahrenen Punkte haben gehalten, was sie versprochen hatten. Wir haben zwar weder Rochen noch Schildkröten gesehen, aber man muss ja noch Luft nach oben lassen!

Abends ging es für uns nochmal in die Hai Bar für leckeres Essen, einen Cocktail und einen letzten schönen Sonnenuntergang auf Lembongan. Morgen sollte es für uns zurück auf Balis Hauptinsel gehen. Aber nach Lembongan wollen wir irgendwann auf jeden Fall nochmal zurück, hier hat es uns wirklich gut gefallen.