Sydney rauf und runter: Unser letzter Tag in Australien

In Sydney hatten wir nur einen vollen Tag, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Mehr geht natürlich immer, aber am Ende war es auch eine Frage des Budgets. Sydney ist teuer, vor allem dann, wenn man nicht total außerhalb und abseits jedes Geschehens hausen will. Unser Kompromiss war daher: eine günstige gute Bleibe in der Innenstadt für zwei Nächte. Die haben wir im Siesta Sydney Hotel gefunden, einer Mischung aus Hostel und Hotel mit privaten Zimmern, aber gemeinschaftlich genutzten Bädern und einer großen Küche. Die Lage war so zentral, dass wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Fuß abklappern konnten, Waschmaschine und Trockner gab es außerdem gratis. Insgesamt also ein guter Deal für uns (und mit 60 Euro pro Nacht trotzdem teuer genug), auch wenn das Zimmer ziemlich klein, warm und muffig war und wir nach dem Einchecken erstmal ne Runde Durchzug machen mussten. Dem gegenüber stand die Erkenntnis, dass es sich ziemlich gut angefühlt hat, wieder in einem richtigen Bett zu schlafen und für den Gang zur Küche oder zum Klo nicht das Gebäude verlassen zu müssen.

Für unseren Tag in Sydney haben wir uns eine grobe Route ausgedacht, die uns einen guten Eindruck der Stadt verschaffen sollte. Praktischerweise sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten im „central business district“ der Stadt, also Downtown bzw. in der Innenstadt, in der auch unser Hotel lag. Unser erster Punkt auf unserer Karte war der King Street Wharf, quasi eine Hafenpromenade um eine kleine Bucht, an der viele Läden und (teure) Restaurants angesiedelt sind. Von hier aus legen auch viele Ausflugs- und Restaurantboote ab, wir haben allerdings nur einen Spaziergang gemacht. Der führte uns zunächst Richtung Süden zum Darling Harbour und zum Chinese Garden of Friendship, dessen Eintritt von knapp 8 Euro uns aber nicht wirklich überzeugt hat. Deshalb ging es zurück zum Hafen und über die Pyrmont Bridge zurück zu unserem Ausgangspunkt am King Street Wharf.

Vom Barangaroo Reserve zur Harbour Bridge

Spaziert man von der King Street Wharf Richtung Norden, läuft man durch den Stadtteil Barangaroo und landet irgendwann im Barangaroo Reserve, einem schönen Park mit Blick auf die umliegenden Buchten und die Harbour Bridge, einem der Wahrzeiten Sydneys. Nach einer kurzen Verschnaufpause (der Spaziergang nahm, was die Länge angeht, langsam Züge einer kleinen Wanderung an) ging es einmal unter der Harbour Bridge hindurch in den Stadtteil, der „The Rocks“ genannt wird. Von hier hat man außerdem einen tollen Blick auf das Opera House, dem wohl bekanntesten Gebäude der Stadt. Viele Cafés und Bars werben auch mit diesem Blick und haben dementsprechende Dachterrassen oder große Fensterfronten, um die Oper gemütlich bei einem Kaffee oder mit einem Bier zu betrachten. So viel zur Theorie. In der Praxis wurde der Blick bei unserem Besuch von einem riesigen Kreuzfahrtschiff verdeckt. Gut, dass die immer öfter aus den Innenstädten verbannt werden. Für uns hieß das aber trotzdem: weiterlaufen, bis wir die Oper dann doch zu Gesicht bekommen.

Der Pflichtbesuch am Opera House

Um das obligatorische Foto des Opera Houses zu schießen, mussten wir also doch noch über den Circular Quay am Sydney Cove vorbei, der Bucht, in der zahlreiche kleine Fähren und Ausflugsboote ablegen. Und da wir uns eigentlich so ein bisschen auf „Snack mit Blick auf Oper“ eingeschossen hatten und bisherige Adressen aufgrund der fehlenden Sicht ausfielen, war unser neues Ziel sehr pragmatisch: die Opera Bar, die sich direkt an der Oper befindet. Natürlich teuer, selbst für Australien, aber man ist ja nicht jeden Tag in Sydney… Von unserem Platz aus hatte man sowohl einen Blick auf die Harbour Bridge als auch die Oper, von daher hat sich der Abstecher (und dessen Kosten) auf jeden Fall gelohnt!

Und das war dann auch schon unser Tag in Sydney. Fast acht Kilometer sind wir am Ende durch die Stadt gelaufen und haben einen guten Eindruck von ihr bekommen. Gerne wären wir noch einen Tag länger geblieben, aber Wiederkommen geht ja immer. Abends hieß es dann noch: kochen, essen und packen. Unsere Asien-Pause sollte morgen nämlich wieder enden. Bye bye Australien, den kleinen Teil, den wir von dir kennenlernen durften, hat uns sehr gefallen. So sehr, dass wir irgendwann auf jeden Fall zurückkommen müssen!