Ruhe, Entspannung und gutes Essen: unser Bali-Abschluss am Jimbaran Beach
Ein Tag voller gar nichts
Nachdem wir uns dazu entschlossen haben, einen Tag eher aus der SurfWG abzureisen, hieß der Plan für heute: zum Hotel fahren und dann absolut gar nichts mehr tun. Wir waren richtig geschafft vom Surfen und auch generell müde durch wenig Schlaf und eine eher laute Umgebung. Deshalb tat uns der vorzeitige Abschied aus der WG auch nicht sooo weh. Und ganz ehrlich: Wir freuten uns auch wieder darauf, für uns zu sein. Um den Transport zum nächsten Ziel kümmerte sich auch die SurfWG, das war wie die Abholung am Anfang im Preis inbegriffen. Bei einer guten Stunde Fahrzeit macht sich das im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt. Für die nächsten und letzten drei Nächte haben wir uns ins Bali Breezz Hotel am Jimbaran Beach einquartiert. Der Strand liegt südlich des Flughafens, also würden wir es für die Weiterreise nach Australien nicht weit haben. Außerdem war das Preis-Leistungsverhältnis echt super. Wir hatten ein wirklich großes Zimmer (bestimmt 50 m²) mit großem Bad und eigener Küchenzeile für knapp 30 Euro die Nacht. Die Anlage generell fuhr mit drei Pools auf, von denen allerdings nie alle gleichzeitig benutzbar waren. Entweder wurde einer gereinigt oder sah einfach generell trüb und nicht einladend aus. Generell hätte die Anlage an sich etwas gepflegter sein können, aber das Zimmer war top. Und das war auch eigentlich schon alles, was für uns an diesem Tag zählte: für die nächsten Stunden genossen wir absolute Stille im großen, gemütlichen Bett unseres schön klimatisierten Zimmers. Herrlich! Nur abends haben wir doch nochmal ein paar Schritte vor die Tür gemacht. Im Dunklen sah die Hotelanlage schön aus, vor allem aber zog es uns in Richtung Strand. Der Jimbaran Beach ist bekannt dafür, sich zum Sonnenuntergang in ein riesiges Open Air Restaurant zu verwandeln. Jedes Warung stellt hier seine Stühle und Tische in den Sand und serviert dann – vor allem Meeresfrüchte – with a view. Wir nahmen uns vor, das am nächsten Tag auch mal in Anspruch zu nehmen. Unsere kulinarische Reise führte heute allerdings nach Spanien. Wir haben Tapas bestellt – richtig gut, und richtig authentisch. Wohlverdient möchte man meinen!
Laptopzeit, Poolzeit, Essenszeit
Die anschließende Nacht haben wir sowas von gut geschlafen. Es war kühl, es war dunkel und es war vor allem eins: ruhig. Und ausschlafen konnten wir auch noch! Davon abgesehen gibt es vom nächsten Tag nicht viel zu berichten. Wir waren viel am Laptop (und dabei im Bett, wir haben das Zimmer wirklich genossen und ausgiebig genutzt), waren zwischendurch im Pool und sind abends, wie am vorherigen Tag geplant, zum Strand runter und haben uns im ersten Warung einen Tisch in der ersten Reihe zum Sonnenuntergang geschnappt. Neben Bier und Nüssen gab es dann leckeren gebratenen Reis und einen tollen Sonnenuntergang, auch, wenn sich die Sonne teilweise hinter den Wolken versteckt hatte. Das war aber alles andere als schlecht, denn unsere Haut war gerade dabei, sich von der Surfsonne zu erholen. Während die Sonne unterging konnten wir außerdem ein buntes Treiben beobachten. Fischer kehrten mit ihrem Fang zurück, ein paar Kinder aus dem Ort spielten Fußball am Strand. Man kann auf jeden Fall sehr viel schlechter essen und sitzen. Wer in Jimbaran is(s)t, sollte in einem der Warungs am Strand abends unbedingt einmal einkehren!
Ein letztes Mal Bali
Und dann war er da: unser letzter ganzer Tag auf Bali. Für heute waren keine großen Dinge mehr geplant, es sollte einfach ein schöner letzter Tag werden. Dazu gehörten zunächst ein kleiner Spaziergang durch den Ort, ein kühler Eistee als Mittagserfrischung und eine letzte balinesische Massage. Auf dem Rückweg ging es außerdem nochmal am Strand lang – und wir haben sogar auf den letzten Drücker noch Postkarten gefunden, was wir eigentlich schon fast abgeschrieben hatten! Dass wir sie dann geschrieben, aber vergessen haben, aus Bali abzuschicken, ist ne andere Geschichte… Abends ging es für ein letztes Dinner in die „Gourmet Garage“, die sich dafür durch sehr gute Google-Bewertungen qualifiziert hatte. Der Name klingt zwar eher nach pseudonobler Pommesbude von Frank Rosin, entpuppte sich aber als wirklich schönes und modernes Restaurant. Wir hatten leckeren Wein, leckeres Bier (ein auf Bali gebrautes Kölsch, prost!), fantastisches Essen (darunter der beste Burger aller Zeiten) und saßen zwischen der offenen Küche und dem wahrscheinlich besten und gleichzeitig teuersten Supermarkt der ganzen Insel. Selbst wenn man hier nicht isst, mal durch den Supermarkt zu schlendern war den Weg schon irgendwie wert.
Und dann ging unser letzter Abend auf Bali auch schon zu Ende. 26 Tage waren wir jetzt auf der kleinen indonesischen Urlaubsinsel und es hat uns wirklich sehr gefallen. Die Leute sind offen und freundlich und die Insel ist wirklich schön und in weiten Teilen sehenswert. Allerdings ist sie in einer schwierigen Situation. Bali versucht, modernen Tourismus bei gleichzeitiger Erhaltung des ursprünglichen Inselcharakters auszutarieren. Ob und wie lange das gut geht, kann nur die Zukunft zeigen.