Phuket Teil 1: Zwischen Schlichtheit und Luxus

Drei Tage Bangkok gehen schneller rum als man denkt. Unser Fazit war, dass wir irgendwann auf jeden Fall wieder kommen wollen. Die Stadt ist so groß und vielseitig, dass man vermutlich Monate braucht, um einmal alles Wesentliche gesehen zu haben. Jetzt aber sollte es nach Phuket gehen, auf die klassische Urlaubsinsel Thailands. Dazu ging es erstmal mit einem Grab Taxi von unserem Hostel an der Khao San Road zurück zur Phaya Thai Airrail Station und von dort zurück zum Flughafen. Glücklicherweise stand heute nur ein kurzer Inlandsflug auf dem Plan, denn der lange Flug vor ein paar Tagen steckte schon irgendwie noch in den Knochen. Der Flug war aber vergleichsweise unkompliziert – keine langen Schlangen, keine größeren Kontrollen und wir haben sogar kostenlos Plätze in der Notausgangreihe bekommen, also wieder mehr Beinfreiheit! Nach etwa eineinhalb Stunden und einigen für die Regenzeit vermutlich üblicher Turbulenzen landeten wir dann auf Phuket. Vom Flughafen aus gibt es, ähnlich wie in Bangkok, viele Möglichkeiten, zu seinem endgültigen Ziel zu kommen. Wenn man wie wir in einer touristisch erschlossenen Gegend an der Westküste Phukets wohnt, kann man den Smart Bus nehmen. Der verbindet den Flughafen mit allen größeren Stränden der Westküste, hat einen festen Fahrplan, der sogar eingehalten wird und kostet pro Fahrt nur 100 Baht (also etwa 3 Euro), was im Vergleich zu jeglichen Taxis ein echtes Schnäppchen ist.

Unsere Heimat für die nächste Woche: Surin Beach

Die Fahrt mit dem Smart Bus kann alles sein: langweilig, denn so viel zu sehen gibt es auf den großen Straßen, die der Bus nimmt nicht. Sehenswert, wenn der Bus durch ein Dorf oder eine größere Stadt fährt. Eng, wenn man ganz hinten sitzen muss: fünf Sitze in einer Reihe ohne jede Möglichkeit, seine Nebensitzer nicht zu berühren. Oder aufregend. Letzteres war bei uns der Fall, denn der Bus war voll. Wir hatten uns schon darauf eingestellt, eine Stunde auf den nächsten Bus warten zu müssen, aber vorne beim Fahrer auf dem Boden sitzend die Fahrt zu verbringen ist natürlich auch ne Möglichkeit… Langweilig war die Fahrt so auf jeden Fall nicht, konnte man doch in jeder Kurve von Koffern erschlagen werden, die ständig aus dem Gepäckfach zu fallen drohten. Nach etwa einer Stunde Fahrt und viel Training für Reflexe und Armmuskulatur erreichten wir dann Surin Beach. Eine halbe Stunde nördlich von Patong (DER Touri-Stadt Phukets, dazu später mehr) geht es hier eher ruhig zu. Und in der Nebensaison sowieso. Wir hatten uns für eine Woche ein Apartment im 6th Avenue gemietet. Für 20 Euro die Nacht kann man natürlich nicht viel erwarten. Das Apartment war dementsprechend schlicht ausgestattet und könnte man wieder renoviert werden. Irgendwo hat immer etwas gewackelt oder war abgenutzt. Aber wir haben uns damit arrangiert – und dank ruhiger Lage, bequemem Bett und leiser Klimaanlage wirklich immer sehr gut geschlafen. Mit dem letzten Tageslicht sind wir dann noch zum Strand runter, der etwa 10 Minuten vom Apartment entfernt war. Google Maps hat hier Audy’s Beach Shack Restaurant zum Abendessen vorgeschlagen – und das wurde dann auch für die Woche unser Stammlokal. Super leckeres Thai Food, tolle Lage direkt am Strand und günstige Preise. Wer mal am Surin Beach ist: hin da! Generell war an dem Abend aber auch nicht viel los und vieles geschlossen. Nur einzelne Imbissbuden haben den Strand noch in künstliches Licht getaucht, als die Sonne weg war. An diesem grauen Tag hat es sich für die meisten vermutlich einfach nicht gelohnt, ihre Stände lange offen zu halten.

Toast aus der Pfanne und ein kleines bisschen Luxus

Der erste Morgen im Aparment begann relativ spät. Richtig aufgestanden sind wir erst um 11 Uhr. Auch mal ganz schön, nichts geplant zu haben und ausschlafen zu können. Das Frühstück war dann etwas improvisiert: es gab etwas, das entfernt an Kaffee erinnert (wir haben leider zu spät gelesen, dass der Instant Kaffee, den wir gekauft haben, zu 50% aus Zucker, 30% aus Milchpulver und nur 20% aus Kaffee besteht) und mangels Toaster Toast aus Pfanne, was überraschend gut gelungen ist. Leider war der Himmel immer noch sehr grau, aber das hat uns an diesem Tag nicht sehr gestört: heute sollte es ins Thavorn Beach Village gehen, einem eher gehobenen Hotel in der Nähe. Wir hatten hier einen Termin für ein Beach Dinner, das wir schon vor Monaten und unabhängig von der Weltreise gebucht hatten und jetzt eingelöst werden sollte. Dazu gab es ein Zimmer mit Poolzugang – mega! Den Rest des Tages war mal also damit beschäftigt, von der Terasse in den Pool zu steigen und wieder rauszugehen. Einfach, weil man’s kann. Achja: das Beach Dinner war auch nett.