In drei Etappen zum Ziel: Von Hawaii nach Costa Rica

Man könnte ja meinen, dass wir von der Anreise nach Hawaii einigermaßen abgehärtet waren. Waren wir vielleicht auch, aber nur eine Woche später die nächste Riesenreise antreten zu müssen, war dann doch ziemlich fordernd. Vor allem, wenn die Reise nicht nur an sich lang werden, sondern auf drei Flüge verteilt sein würde. Bonus-Challenge: Bei American Airlines kostet das Aufgabegepäck in jedem Fall Geld, Handgepäck aber nicht, so lange die Maße passen und man es selbst tragen kann. Challenge accepted! Hieß dann halt, dass wir all unsere Halbseligkeiten auf dem Rücken und in und aus drei Flugzeugen schleppen mussten. Die armen Schultern. Aber: Geld gespart.

Unser erster Flug ging von Honolulu nach Phoenix, Arizona. Wir sind über Los Angeles und den Grand Canyon geflogen, also quasi die Strecke, die wir ein Jahr vorher noch selbst gefahren sind. Diesmal haben wir tatsächlich auch die meiste Zeit des Fluges schlafen können, da weder das Flugzeug abzustürzen drohte noch mitten in der Nacht Frühstück serviert wurde. Als Folge waren wir in Phoenix halbwegs ausgeschlafen, aber auch ziemlich hungrig. Aber nichts, was Kaffee und Bagel mit Cream Cheese nicht lösen konnten. Drei Stunden später ging es via kurzem Inlandsflug (shame on us) nach Dallas, Texas, wo wir weitere drei Stunden ausharren mussten. Der letzte Flug nach San Jose, Costa Rica, dauerte vier Stunden und wurde – nach einem kurzen Blick in die Reihe vor uns, in der ein Hund in einer Tasche mitreiste – von uns wieder größtenteils verschlafen.

Die Einreise nach Costa Rica verlief in neuer Rekordzeit. Hawaii wurde also direkt wieder übertroffen. Wir hatten uns eigentlich auf eine vergleichsweise strenge Einreise und viele Fragen eingestellt. Besonders wert gelegt sollte laut vielen Berichten auf ein Weiter- bzw. Ausreiseticket gelegt werden, sodass wir uns vorher extra ein Onwardticket nach Guatemala besorgt hatten. Das wollte der Beamte aber gar nicht sehen und auch sonst interessierte ihn wenig. Ungewöhnlicherweise fragte er uns nach unserer Unterkunft (die wir auf dem Handy zeigen konnten) und unseren Jobs (die wir nicht hatten und stattdessen unsere ehemaligen angaben). Dann bekamen wir den Stempel und 90 Tage Aufenthaltserlaubnis in den Pass. Untergebracht waren wir in einem Airbnb, das nur eine zehnminütige Taxifahrt vom Flughafen entfernt lag. Keine besonders spannende Umgebung, aber nach der kräftezehrenden Anreise genau das Richtige für uns, die einfach nur noch ins Bett fallen wollten. Und das taten wir dann auch. Ohne Abendessen und ohne die Unterkunft großartig zu begutachten. Nichts, was nicht bis morgen warten konnte…