Durch Silicon Valley bis Monterey

Heute sollte unser Roadtrip beginnen. Unseren Mietwagen konnten wir mittags am Flughafen abholen, deshalb haben wir uns nicht mehr allzu tief in die Stadt geschlagen. Stattdessen haben wir uns auf dem Union Square niedergelassen, der fußläufig von unserem Hotel erreichbar war. Das ist ein Platz mitten in der City mit Lampions und Palmen. Hier kann man chillen und drum herum sind Hotels, Boutiquen und Einkaufszentren. Kein Must See, aber da er eh in der Nähe war, haben wir ihn noch mitgenommen. Nach dem Check-out im Hotel ging es dann aber direkt zum Flughafen und von dort mit dem Shuttle zum Mietwagenzentrum. Die Abholung ging schnell und unkompliziert und von da an konnten wir einen blauen Nissan Rogue Sport für die nächsten acht Tage unser „Eigen“ nennen.

Ein letzter Blick zurück: San Francisco von den Twin Peaks

Unsere erste Fahrt führte uns nochmal rein nach San Francisco. Wer einen Rundumblick auf die Stadt gefällig möchte, sollte zu den Twin Peaks fahren. Das sind zwei Hügel, etwas stadtauswärts, von denen aus man einen einmaligen Blick auf San Francisco hat. Parkplätze sind genug vorhanden. Wer ohne Auto ist, kann auch mit dem Bus fahren und muss dann noch ein kleines Stückchen laufen. Es war schon viel los, aber man hat dennoch genug Platz und auch Ruhe, um die Aussicht zu genießen. Uns ist aufgefallen, dass es nicht besonders sauber ist, was wir ein bisschen schade fanden. Außerdem haben wir irgendwo gelesen, dass man nicht nach Einbruch der Dunkelheit dort hinfahren sollte, weil sich dann wohl zwielichtige Gestalten dort herumtreiben sollen.

Silicon Valley im Schnellverfahren

Der nächste Stopp gehörte auch eher in die Kategorie „ist aufm Weg, nehmen wir mit“. Silicon Valley dürfte mittlerweile jedem ein Begriff sein, es ist das Tech-„Viertel“ schlechthin, wobei es eigentlich kein richtiges abgegrenztes Stadtviertel ist, sondern einfach ein Überbegriff für das Gebiet der Städte San Francisco und San José, in denen sich die Unternehmen niedergelassen haben. Hier sitzen Firmen wie YouTube, Google, Meta und Co. Ein Besuch geht eigentlich nur mit dem Mietwagen, da die Firmen doch weit auseinander liegen und alles etwas außerhalb gelegen ist.

Wir hatten uns nicht viel davon versprochen und so konnten wir auch nicht enttäuscht werden. Am Ende sind es ganz normale Firmengebäude, an dessen Fassaden bekannte Logos hängen. Mehr nicht. Am besten hat uns der Google Campus gefallen, da man hier wirklich herumlaufen konnte und ein paar süße Eichhörnchen über den Weg geflitzt sind. Man kann sich dort auch Fahrräder in bunten Google-Farben leihen und damit herumfahren. Uns kam es aber insgesamt sehr ausgestoben vor in Silicon Valley – könnte aber auch daran liegen, dass wir an einem Sonntag da waren. Nochmal müssten wir dort nicht hin, aber da es eh halbwegs auf unserer Route lag, ärgern wir uns nicht, hingefahren zu sein.

Der erste Stopp am Highway 1: Monterey

Nachdem wir Silicon Valley und das eher trockene, sandige San José hinter uns gelassen haben, kam das erste Mal richtiges Roadtrip-Feeling auf. Spätestens mit dem Abbiegen auf den Highway 1 und dem ersten Blick auf den Pazifik war man gepolt auf die nächsten Tage, die uns direkt an der Küste entlang führen sollten. Unser erster Stopp war Monterey. Die kleine Küstenstadt hat uns durch ihre Lage und ihre gemütliche Architektur direkt überzeugt. Wir haben die letzten Stunden des Tages noch genutzt, um uns einen ersten Eindruck von der Stadt und seiner historischen Cannery Row zu verschaffen. Hier wurden früher Ölsardinen hergestellt. Heute ist die Straße eher touristisch mit Souvenirläden, Restaurants und Bars, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Übernachtet haben wir nicht direkt in Monterey, sondern in Pacific Grove, das direkt neben Monterey liegt. Pacific Grove ist ein wunderschöner Ort. Hier leben die Leute in bunten Holzhäusern mit einer Veranda davor und irgendwie scheinen die Uhren hier ein bisschen langsamer zu ticken. Pacific Grove hat zwar auch den Eindruck gemacht, verhältnismäßig touristisch zu sein (es gab überall Wegweiser zu den nächsten Geschäften, Restaurants und Supermärkten), trotzdem war es hier viel ruhiger und entspannter als an der Cannery Row in Monterey selbst.