Balis verstecktes Juwel: Candi Dasa
Unser kleines Paradies
Nach einer Nacht in Sidemen – und, einschließlich unserer Zeit in Ubud, fünf Nächten im Landesinneren – ging es heute zurück ans Meer. Die letzten beiden Nächte zu dritt machten wir Station in Candi Dasa. Das ist ein kleiner Ort im Osten Balis. Touristisch durchaus erschlossen, trotzdem eher unbekannt und vor allem für diejenigen geeignet, die weit weg von sämtlichem Trubel Balis sein wollen, ohne auf balinesisches Essen, türkisblaues Meer und das allgemeine Flair der Insel verzichten zu müssen.
Unsere Unterkunft trug den schönen Namen Pondok Pisang (auf Deutsch Bananenhütte), eine kleine Anlage mit wenigen Zimmern direkt am Meer. So richtig hohe Erwartungen hatten wir nicht, umso überraschter und begeisterter waren wir, als wir zu unserem „Beach Cottage“ geleitet wurden. Unsere bescheidene Bananenhütte hatte ein eigenes kleines Gartenstück mit einer Terrasse direkt am Meer. Die Hütte selbst war zwar einfach eingerichtet, aber trotzdem sehr gemütlich. Von überall konnte man direkt aufs Meer gucken. Und wenn das nicht mehr reichte, ging es über eine kleine Treppe hinunter zum Strand. Für uns war sofort klar: heute kriegt uns niemand mehr irgendwo hin!
Tagestrip zum Virgin Beach
Unser zweiter Tag in Candi Dasa wollte dann doch etwas unternehmungslustiger gestaltet werden. Da wir aber am Vortrag das Meer sehr genossen haben, wollten wir darauf nicht wirklich verzichten. Daher war es sehr praktisch, dass einer der schönsten Badestrände auf Bali fast vor der Haustür lag (natürlich nicht so nah wie der Strand, den wir buchstäblich vor der Haustür hatten). Eine etwa halbstündige Taxifahrt trennte unsere Bananenhütte vom Virgin Beach. Und obwohl der Strand nicht unbekannt ist und eine Eintrittsgebühr von unter einem Euro pro Person auch niemanden abschrecken sollte, fanden wir einen überraschend leeren Strand vor. Eine gewisse Infrastruktur mit öffentlichen Toiletten, Duschen und – wie üblich – zahlreichen Warungs war vorhanden und rechtfertigt auch den Eintrittspreis, aber viele Touristen waren nicht vor Ort.
So konnten wir uns in aller Ruhe einen Platz aussuchen, an dem wir es uns heute gut gehen lassen würden. Jedes Warung bietet hier auch Liegen mit Sonnenschirmen (und freies WLAN) an. Wer nicht bei den erstbesten Ständen stehen bleibt, sondern etwas den Strand entlang geht, findet einige Warungs, bei denen das inklusive ist, solange man etwas isst und/oder trinkt. Und so haben wir es uns für den Rest des Tages auf einer schön schattigen Liege mit Getränken und einem Mittagssnack gemütlich gemacht. Könnte schlechter.
Ein erstes kleines Schnorchelabenteuer
Ein Aspekt, der ausnahmsweise nichts mit Faulenzen zu tun hatte, soll hier auch nicht unerwähnt bleiben. Wir hatten uns vorher schon informiert, dass man am Virgin Beach auch toll schnorcheln kann, was wir unbedingt ausprobieren wollten. Unser Warung hatte praktischerweise auch ein paar Schnorchelsets zur Leihe und der Besitzer gab uns noch Tipps, wo wir am besten ins Wasser gehen sollten, um möglichst viel zu sehen. Wir waren vorher noch nie schnorcheln, also war unsere Erwartungshaltung auch hier wieder mal gering. Enttäuscht wurden wir aber nicht. Quasi direkt am Strand befand sich ein Riff mit zahlreichen Korallen und Fischen. Wir sahen bestimmt ziemlich unbeholfen aus und das Equipment hatte auch schon bessere Tage gesehen, aber für unser erstes Mal war es echt eine tolle Erfahrung – und sollte deshalb auch nicht unser letzter Schnorchelausflug gewesen sein! Eigentlich ein ziemlich perfekter Tag. Wenn da nicht der Abend und die darauffolgende Nacht gewesen wären…