Adios Costa Rica: Business-Class nach Guatemala
Abreise mit Hindernissen und nochmal Alajuela
Unseren letzten Tag in Costa Rica sollten wir so verbringen, wie wir ohnehin sehr viel Zeit in diesem Land verbracht hatten: im Bus oder auf irgendwelche Busse (oder andere Transportmittel) wartend. Das waren wir ja mittlerweile gewohnt, auch deshalb kam uns wohl alles weniger anstrengend vor – trotz neuer unerwarteter Hindernisse. Leider konnten wir nicht wie bei der Anreise nach La Fortuna einen Direktbus zurück nach San José bzw. Alajuela nehmen, da der einzige Direktbus nur nachmittags fuhr. Was uns angesichts der nicht gerade für Pünktlichkeit bekannten Busse bei einem Flug am Abend etwas zu knapp war. Stattdessen ging es mit dem Bus nach San Ramón und von dort mit dem nächsten nach Alajuela. Eigentlich also nur zwei Busse und ein Umstieg, am Ende war es aber noch ein ungeplanter Umstieg mehr. Auf unserer Strecke, wie üblich keine mehrspurige Autobahn, sondern eine enge, sich an Klippen entlang und durch Berge schlängelnde Straße, ist ein LKW halb in den Graben gekippt – und hat glücklicherweise immerhin einen kleinen Teil der Straße frei gelassen, sodass alle Passagiere nun mitsamt Gepäck zu Fuß den Stau passieren und in einen Ersatzbus steigen mussten, der bis an die Unfallstelle herangefahren war. Das war tatsächlich überraschend gut und unkompliziert gelöst worden. Immerhin also ein positiver Abschluss unserer costa-ricanischen Busfahrtodysseen.
Da der Bus nicht am Flughafen, sondern in Alajuela selbst hielt und wir am Ende natürlich doch viel zu früh da waren, entschieden wir uns, Alajuela selbst noch einen Besuch abzustatten. Die Stadt hatten wir bis auf die City Mall am Anreisetag ja nicht wirklich kennengelernt. Diesmal haben wir es immerhin zum zentralen Platz mit dem obligatorischen Stadtschild und zu einem veganen Restaurant geschafft, bevor es per Uber zum Flughafen ging.
Bier, Wein und Beinfreiheit
Am Flughafen angekommen waren wir leider immer noch zu früh für den Check-in. Das war vor allem deshalb besonders ärgerlich, da wir in die Business Class geupgradet wurden und unsere Zeit jetzt gerne schon in der Lounge verbracht hätten. Die war aber leider hinter der Sicherheitskontrolle und wir mussten vorher unsere Rucksäcke aufgeben. Stattdessen gab es zum Zeitvertreib Kaffee mit Terminalblick. Immerhin. Als der Check-in-Schalter öffnete, waren wir natürlich die ersten am Schalter. Nur um dann leider wieder ewig in der Schlange für den Security-Check anzustehen. Naja. Nach einem kurzen Streifzug durch den wirklich schönen Duty-free-Bereich ging es dann endlich in die Lounge. Getränke-Flat! Hat aber nur für ein Glas Bier und ein Glas Wein gereicht, bzw., wir wollten es besser nicht übertreiben. Fazit: Nicht so gut und vielseitig wie die Lufthansa Lounge in Düsseldorf, aber für umsonst sehr gerne genommen. Genau wie die großen und breiten Sitze in der zweiten Reihe auf dem kurzen Flug nach Guatemala-City. Business-Class? Gerne wieder!
Auf nach Antigua
Ein weiterer Vorteil der Business-Class: Man steigt als einer der ersten aus, ist als einer der ersten am Einreiseschalter und dann auch schnell durch damit. Auch in Guatemala wollte man wenig bis gar nichts von unseren Reiseplänen wissen. Dafür gab es dann einen extragroßen und bunten Stempel in den Pass. Der Nachteil am Schnellsein: Man ist viel zu früh am Gepäckband. Wenn’s dann auch noch das falsche ist, sitzt man sogar extralange dumm rum. Aber gut. Es war zwar schon spät, aber glücklicherweise mussten wir uns um nichts mehr kümmern. Wir hatten uns einen Fahrer gebucht, der uns direkt vom Flughafen ins etwa eine Stunde entfernte Antigua bringen sollte. Denn wie in Costa Rica gilt anscheinend auch in Guatemala, dass man die Hauptstadt getrost überspringen kann. Stattdessen sollte also in Antigua am nächsten Tag unsere Zeit in Guatemala ihren Anfang finden.